Schneeblumen-Gedenkweg

Art

Gedenkweg zum Andenken an den Todesmarsch von 1.500 Frauen des KZ Buchenwald Außenlagers Markkleeberg
vor 70 Jahren

Initiative und Projektleitung: Anja-Christin Winkler

Thema

Im eisigen Aprilregen der Nacht des 13. April 1945 wurden 1500 Zwangsarbeiterinnen des Außenlagers KZ Buchenwald am Wolfswinkel durch die Randbezirke Leipzigs in Richtung Tschechien getrieben. Viele der ca. 1250 ungarischen Jüdinnen und ca. 250 französischen politischen Gefangenen überlebten den Marsch nicht. Nach 70 Jahren wollten wir in einem Gedenkweg daran erinnern. Am Wegrand wurden die Namen der Frauen verlesen. Zahava Szasz Stessel erinnert sich, dass sie nach der harten Arbeit in den Rüstungsbetrieben im Lager gesungen, gedichtet, komponiert und die Lieder der jüdischen Feiertage angestimmt haben, um Kraft zur Bewältigung der schlimmen Erfahrungen zu gewinnen. Deshalb erklang auch Musik am Gedenkweg. Zum Abschluss des Gedenkweges sang der Rabbiner der israelitischen Religionsgemeinde Leipzig, Zsolt Balla. Einen äußeren und inneren Weg zu gehen und dies mit Musik zu verbinden, um den Eindruck zu vertiefen, war ein Anliegen dieses Weges.

Rahmen

freie Initiative, Organisation: Flügelschlag Werkbühne e.V. und Notenspur Förderverein e.V., Partner: Ariowitsch-Haus e.V., Institut français Leipzig, Kulturbahnhof e.V.

Beteiligte

An 32 Stationen an der Wegstrecke spielten und sangen Musiker aus Gewandhaus, Musikstudierende, Schüler. Schauspieler, Bürger von Leipzig verlasen Namen der damals inhaftierten Frauen.

Veranstaltung

13. April 2015, der Weg beginnt, wie 1945, in der Abenddämmerung und folgt dem ersten, etwa 8 km langen Wegabschnitt der Frauen; ca. 200 Menschen waren dabei